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Man kann drei Typen von Alkoholtrinkern unterscheiden: soziale Trinker, Problemtrinker und Alkoholiker. Diese Typen sind natürlich nicht scharf voneinander abgegrenzt. Es handelt sich vielmehr um ein Kontinuum mit fließenden Übergängen.
In einer Analyse zum Alkoholkonsum gelangt der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS), Rolf Hüllinghorst zu dem Schluss: "Wenn - statistisch - jeder Einwohner Deutschlands, der über 15 Jahre alt ist, täglich die kritische Trinkgrenze überschreitet, dann ist die These, daß der Alkoholkonsum in Deutschland zu hoch ist und erhebliche Schäden verursacht, auch auf der individuellen Ebene nachvollziehbar."
Die gesundheitsgefährdende Trinkmenge bei täglichem Konsum wird von der WHO für Frauen auf 20 g und für Männer auf 40 g beziffert. (Zum Vergleich: 0,5 Liter Bier, 0,25 Liter Wein bzw. 0,1 Liter Spirituosen enthalten in etwa 30 g reinen Alkohol.) Wir sehen also, daß offenbar das schöne Bild eines Volkes überwiegend kontrollierter Trinker ins Reich der Legenden verwiesen werden muss.
Laut einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums sind rund 2, 5 Millionen Menschen in Deutschland alkoholkrank. Dies ist natürlich nur eine Schätzung, denn es gibt kein Melderegister für Alkoholiker. Und gäbe es eine derartige Erfassungsstelle, wer würde sich dort melden? Viele saufen, aber keiner will es gewesen sein. Ein Alkoholiker kann im wesentlichen durch folgende Merkmale charakterisiert werden: (Aus Gründen der Lesbarkeit verwende ich die männliche Form für beide Geschlechter.)
Natürlich sind nicht alle Menschen, die Alkohol im Übermaß konsumieren, Alkoholiker in diesem engeren Sinne. Zu den geschätzten 2, 5 Millionen Alkoholikern in Deutschland gesellt sich eine vermutlich weitaus größere Zahl von Menschen, die sich einem erheblichen Gesundheitsrisiko durch Alkohol aussetzen, ohne nach der obigen Definition alkoholkrank zu sein. Sie werden in der Fachliteratur als Problemtrinker bezeichnet. Sie zeichnen sich unter anderem durch folgende Merkmale aus:

Nun gellt mir schon die Empörung der Freunde und Förderer des Alkoholkonsums in den Ohren: "Sie vergessen die große Mehrheit der sozialen Trinker!" Keineswegs: Drei junge, langbeinige, rassige soziale Trinkerinnen mit hübschen Gesichtern und wohlgeformten Brüsten räkeln sich lässig entspannt in ihren Liegestühlen vor dem Pool einer luxuriösen Hotelanlage in der Karibik. Hin und wieder nippen sie an Gläsern mit weißem Rum. Aus Lautsprechern säuselt Kalypso-Musik. Ein muskulöser junger sozialer Trinker springt formvollendet in den Pool. Er taucht auf und stützt sich mit den Oberarmen auf den Beckenrand. Eine der Schönen reicht im mit strahlendem Lächeln ein Glas mit weißem Rum. Sie blicken sich tief in die Augen. Das milde Sonnenlicht vergoldet die Szene. Der Himmel ist strahlend blau. Der soziale Trinker ist das Leitbild der Alkoholwerbung. Die Wissenschaft definiert ihn wie folgt:
Der soziale Trinker
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