Psychoscripte - Alkohol
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Da winkt der Idiotentest

Wer sich im Straßenverkehr unauffällig verhält, darf sich straffrei abfüllen, bis er 0,5 Promille im Blut hat. Manche betreiben den makabren Sport, sich an die kritische Grenze heranzutrinken. Wer sich dabei jedoch ein bißchen "verhaut", riskiert empfindliche Strafen:

Alkoholgehalt im Blut

Wenn keine Anzeichen von Fahrunsicherheit vorliegen

Wenn Anzeichen von Fahrunsicherheit vorliegen

Wenn es zu einem Unfall kommt

Ab 0,3 ‰

 

7
GOF

7
GOF

 

Ab 0,5 ‰

4 Punkte
Geldbuße

7 Punkte
GOF

 

7 Punkte
GOF
<
 

Ab 1,1 ‰

7 Punkte
GOF

7 Punkte
GOF

7 Punkte
GOF
<

Anzahl Punkte

im VZR in Flensburg


Schadenersatz; Schmerzensgeld und evtl. Rente an Unfallopfer

 

Geldbuße

(bis 1500 Euro)

Fahrverbot (bis 3 Monate)

 

GOF 

Geldstrafe oder Freiheitsstrafe (bis 5 Jahre)

Führerscheinentzug (Sperrfrist 6 Monate bis 5 Jahre oder auf Dauer)

Quelle: Bundesverkehrsministerium

Lag der Wert bei der Trunkenheitsfahrt über 1,6 Promille, winkt zusätzlich der "Idiotentest", ist also eine psychologisch-medizinische Untersuchung (PMU) vorgeschrieben. Das verlängert die Zeit ohne Führerschein oft erheblich. Ab 1.6 Promille geht der Gesetzgeber nämlich davon aus, daß man an den regelmäßigen Konsum großer Mengen alkoholischer Getränke gewöhnt ist. Ein mäßig trinkender Mensch kann mit 1.6 Promille kein Fahrzeug mehr führen.

War die Trunkenheitsfahrt von einem Unfall oder einer Ausfallerscheinung (z. B. die berühmten Schlangenlinien) begleitet, können bereits 0,3 Promille harte Konsequenzen nach sich ziehen. Es wurden in diesen Fällen schon Autofahrer nach schweren Kollisionen zu hohen Strafen und langem Führerschein-Entzug verurteilt – der Preis für eine Alkoholkonzentration im Blut, die leicht durch zwei Bier erreicht werden kann.

Aber zwei Bier reichen auch schon aus, um beinahe jeden Aspekt der Informationsverarbeitung im Gehirn zu beeinträchtigen. Vor allem die Verteilung der Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Teilaufgaben des Autofahrens fällt zunehmend schwerer, je mehr Alkohol der Fahrer getrunken hat. Alkoholisierte Fahrer neigen daher dazu, sich auf einzelne Bereiche (zum Beispiel das Lenken) zu konzentrieren und andere zu vernachlässigen. Dieses Phänomen der eingeschränkten Aufmerksamkeit wurde in zahlreichen Untersuchungen bereits bei 0,2 Promille beobachtet.