Beim gegenwärtigen Forschungsstand gibt es keinen Zweifel: Das Instrumental Enrichment Program ist effektiv. Dies bestätigt eine Fülle von Studien unabhängiger Forscher.

Angesichts des gegenwärtigen Forschungsstandes kann es als erwiesen gelten, dass Feuersteins "Instrumental Enrichment Program" tatsächlich effektiv ist - gemessen an Parametern wie Schulnoten, Selbstkonzept, Sozialverhalten, berufliche Entwicklung u. ä.

Es gibt Hunderte von empirischen Studien zur Effektivität des Konzepts; es gilt unter Experten als eines der erfolgreichsten Programme dieser Art. Einen guten Überblick zum Stand der Forschung bietet die Monographie von Kuzolin und Rand (2000): Experience of Mediated Learning: An Impact of Feuerstein’s Theory in Education and Psychology:

Der führende amerikanische Intelligenz-Forscher Robert Sternberg wertete eine größere Zahl von Studien zur Auswirkung des Feuerstein-Trainings auf das schulische Verhalten aus. Er fand sieben durchgängige Ergebnisse: Nach dem Training

  • wurden die Schüler aktivere Teilnehmer am Unterricht,
  • war ihre Bereitschaft, anderen zuzuhören, gewachsen,
  • war die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie ihre Meinungen mit folgerichtigen Argumenten verteidigten,
  • konnten sie besser erklären, wie sie zu Probleme lösten,
  • lasen sie häufiger aus eigenem Antrieb und folgten öfter schriftlichen Anweisungen,
  • fiel es ihnen leichter, mit Informationen aus verschiedenen Quellen zugleich umzugehen,
  • konnten sie besser Ideen und Prinzipien in verschiedenen Bereichen des Lehrstoffs miteinander verbinden.

Eine der besten, umfassenden Evaluationen des Feuerstein-Konzepts findet sich in dem Buch "Can We Teach Intelligence" von Nigel Blagg.

Der Vorzug dieser Evaluation besteht darin, dass sie das lernpsychologische Labor hinter sich lässt und reale Schulen in der wirklichen Welt in den Blickpunkt rückt.

Sie konzentriert sich gleichermaßen auf das Lehrer- und auf das Schülerverhalten und setzt dabei unterschiedliche Methoden wie "Papier- und Bleistifttests", Beobachtungen, Checklisten, Fragebögen u. ä. ein.