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Die besondere Bedeutung der Sprache und des Bewusstseins unterscheidet die Konduktive Förderung von anderen Formen der Hilfe für bewegungsgestörte Menschen.
Petö erkannte, dass ein allgegenwärtiges Medium der Schlüssel zum Erfolg in der Förderung bewegungsbeeinträchtigter Menschen war. Es wurde in der Behindertenhilfe seiner Zeit allerdings eher vernachlässigt. Dieses Medium ist die Sprache. "Andere geben dem Behinderten einen Rollstuhl", stellte der geniale Ungar lakonisch fest. "Ich gebe ihm die Sprache!"
Die herausgehobene Bedeutung der Sprache ist zweifellos ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Petö-System und anderen Formen der Hilfe für bewegungsgestörte Menschen. Das aus meiner Sicht wichtigste Kriterium besteht allerdings darin, dass die Konduktive Förderung - im Gegensatz zu anderen Methoden - eine besondere Form der Bewusstheit anstrebt.
Diese Bewusstheit bezeichnen wir heute als Flow - im Sinne der Theorie von Mihaly Csikszentmihalyi. (Um das Weiterlesen zu erleichtern: Der Nachname spricht sich Tschick-Sent-Mihaji.) "Flow" ist ein Glücksgefühl, das uns anregt, über uns selbst hinaus zu wachsen.
Mir wurde dies schlagartig bewusst, als ich zum erstenmal eine Petö-Gruppe in einer Kindertagesstätte beobachtete: Sowohl die Konduktorinnen, als auch die Kinder waren im Flow.
Der Begriff "Flow" war Petö allerdings noch nicht bekannt, als er die Konduktive Förderung entwickelte. Das Phänomen wurde von Csikszentmihalyi lange nach Petös Tod unter diesem Begriff beschrieben. Petö aber kannte diese Form der Bewusstheit und die Bedingungen, unter denen sie sich einstellt. Der Mensch im Flow ist so sehr in seine Tätigkeit vertieft, dass nichts anderes mehr eine Rolle zu spielen scheint.
Der
Begriff "Flow" und Petös Methode, systematisch Voraussetzungen
für derartige Erfahrungen zu schaffen, werden im weiteren Text noch eingehend
erläutert.
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