Diese Seite beschreibt die wesentlichen Methoden der Konduktiven Förderung zentral bewegungsgestörter Menschen nach András Petö.

Die Übungen in der Konduktiven Förderung werden nahezu ununterbrochen durch rhythmisches Sprechen, Singen oder Reime-Aufsagen unterstützt. Der Übende unterstreicht seine Bewegungen auch durch rhythmisches Zählen.
Das rhythmische Begleiten von Bewegungen durch Skandieren oder Gesänge ist ein völlig natürliches Phänomen, das wir überall auf der Welt wiederfinden, sei es bei der Feldarbeit oder beim Marschieren. Es scheint generell die Bewegung zu erleichtern und die Freude an ihr zu verstärken.

Ein wesentliches Merkmal der Konduktiven Förderung ist die planmäßige Gestaltung des Tagesablaufs. Diese Planung umfasst sowohl das Training, die Freizeit, das Spiel und die Erholung.
Petö legte jede Minute der Kinder und auch der Konduktor(inn)en bis ins Detail sogar schriftlich fest. "Es durfte nicht passieren, dass ein Kind den Kopf auf den Tisch legte oder Löcher in die Luft guckte." (Hári, 1997, 32)

Die Gruppe verstärkt die Vertiefung in die Tätigkeit, weil sich die Teilnehmer im Gruppenerlebnis miteinander identifizieren und wechselseitig ermutigen und anspornen. Ablenkende Motive des Einzelnen widersprechen der Gruppenübereinkunft (dem Konsens) und werden somit abgeschwächt, spielen im Idealfall keine Rolle mehr.
Der Verzicht auf unmittelbare Befriedigung ablenkender Bedürfnisse wird belohnt durch den Flow der Gruppe. Dieser ist auch Belohnung für die oft erheblichen Anstrengungen, die mit dem Üben verbunden sind.

Die Teilnehmende Beobachtung ist eine Grundhaltung der Konduktor(inn)en im Prozess der Konduktiven Förderung. Sie ist ein wesentliches Element der Gestaltung einer Förderung mit dem Ziel orthofunktioneller Spontaneität.
Während des gesamten Tages, also nicht nur während der Übungen, beobachten die Konduktor(inn)en die Kinder (bzw. Erwachsenen) und greifen, falls erforderlich, ein.

Unter dem Begriff Fazilitation werden alle Hilfen zusammengefasst, die in der Konduktiven Förderung eingesetzt werden. Ziel dieser Hilfen ist natürlich die orthofunktionelle Spontaneität.
Daraus ergibt sich das klare Prinzip: "Soviel Hilfe wie nötig, so wenig Hilfe wie möglich". Hilfen und Hilfsmittel, mit denen die Aktivität der Betroffenen unterdrückt oder ersetzt wird, werden grundsätzlich nicht gewährt oder eingesetzt.

Inhalt

Inhaltsverzeichnis Petö

Grundideen der Konduktiven Förderung
András Petö
Zielgruppen der Konduktiven Förderung
Ziele der Konduktiven Förderung

Zentrale Methoden der Konduktiven Förderung Die Konduktorinnen
Pädagogik und Medizin
Erfolgskontrollen
Fazit
Literatur
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