Die Gruppe verstärkt die Vertiefung in die Tätigkeit, weil sich die Teilnehmer im Gruppenerlebnis miteinander identifizieren und wechselseitig ermutigen und anspornen. Ablenkende Motive des Einzelnen widersprechen der Gruppenübereinkunft (dem Konsens) und werden somit abgeschwächt, spielen im Idealfall keine Rolle mehr. Der Verzicht auf unmittelbare Befriedigung ablenkender Bedürfnisse wird belohnt durch den Flow der Gruppe. Dieser ist auch Belohnung für die oft erheblichen Anstrengungen, die mit dem Üben verbunden sind.

Natürlich kann man Flow auch allein erleben, aber unter günstigen Bedingungen intensiviert sich die Flow-Erfahrung in der Gruppe. Dabei ist das Ziel wichtig, "seine psychische Energie zu konzentrieren, auf Feedback zu achten und sicherzustellen, dass die Herausforderungen den eigenen Fähigkeiten angemessen sind. Früher oder später wird die Interaktion klappen und die flow-Erfahrung einsetzen." (Csikszentmihalyi 1992, 250)

Die Konduktive Förderung findet überwiegend in der Gruppe statt. "Die z. T. mitreißende Gruppenatmosphäre wird zu einem nicht unerheblichen Maße vom Rhythmischen Intendieren geprägt, indem der Rhythmus als 'Herzschlag der Gruppe' einen jeden mitträgt und sie einschwört auf ihre gemeinsame Sache und ihre Verantwortlichkeit dafür und füreinander." (Fink 1998, 85)

Flow in der Gruppe entsteht durch gemeinsame Probleme, gemeinsame Ziele, Interaktion, durch Übernahme von Verantwortung und durch den Schwung, den Elan, der durch wechselseitige Motivation intensiviert wird. Erinnern wir uns noch einmal an die Definition des Flow: Es handelt sich dabei um einen Zustand, "bei dem man in eine Tätigkeit so vertieft ist, dass nichts anderes eine Rolle zu spielen scheint; die Erfahrung an sich ist so erfreulich, dass man es selbst um einen hohen Preis tut, einfach, um flow zu erreichen." (Csikszentmihalyi 1992, 16)

Die Gruppe verstärkt die Vertiefung in die Tätigkeit, weil sich die Teilnehmer im Gruppenerlebnis miteinander identifizieren und wechselseitig ermutigen und anspornen. Ablenkende Motive des Einzelnen widersprechen der Gruppenübereinkunft (dem Konsens) und werden somit abgeschwächt, spielen im Idealfall keine Rolle mehr. Der Verzicht auf unmittelbare Befriedigung ablenkender Bedürfnisse wird belohnt durch den Flow der Gruppe. Dieser ist auch Belohnung für die oft erheblichen Anstrengungen, die mit dem Üben verbunden sind.

In dem Maße, wie es gelingt, den positiven Einfluss der Gruppe einzusetzen, können die Konduktor(inn)en auf direktive Eingriffe verzichten. Ein Übermaß an Direktiven ruft bekanntlich oft negative Gefühle oder gar Widerstände hervor. Und so empfehlt es sich, den Ansporn der Gruppe möglichst intensiv zu nutzen. Schließlich müssen die Übenden, wie Sportler ja auch, sich oftmals quälen, um gesteckte Ziele zu erreichen. Die Qual ist leichter zu ertragen, wenn gleichfalls Betroffene den Übenden anfeuern.

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Inhalt

Inhaltsverzeichnis Petö

Grundideen der Konduktiven Förderung
András Petö
Zielgruppen der Konduktiven Förderung
Ziele der Konduktiven Förderung

Zentrale Methoden der Konduktiven Förderung Die Konduktorinnen
Pädagogik und Medizin
Erfolgskontrollen
Fazit
Literatur
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