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Die
Teilnehmende Beobachtung ist eine Grundhaltung der Konduktor(inn)en im
Prozess der Konduktiven Förderung. Sie ist ein wesentliches Element der
Gestaltung einer Förderung mit dem Ziel orthofunktioneller Spontaneität.
Während des gesamten Tages, also nicht nur während der Übungen, beobachten
die Konduktor(inn)en die Kinder (bzw. Erwachsenen) und greifen, falls
erforderlich, ein.
Die Teilnehmende Beobachtung ist eine Grundhaltung der Konduktor(inn)en im Prozess der Konduktiven Förderung. Sie ist ein wesentliches Element der Gestaltung einer Förderung mit dem Ziel orthofunktioneller Spontaneität. Während des gesamten Tages, also nicht nur während der Übungen, beobachten die Konduktor(inn)en die Kinder (bzw. Erwachsenen) und greifen, falls erforderlich, ein. Die Beobachtung konzentriert sich einerseits auf den Ist-Zustand und die jeweiligen Entwicklungsfortschritt der Betroffenen. Sie ist somit ein diagnostischer Prozess. Zugleich aber zielt die Beobachtung auf die Rahmenbedingungen. Diese sind so zu gestalten, dass sie die Entwicklung zur orthofunktionellen Spontaneität fördern. Hindernisse sind aus dem Weg zu räumen, erforderliche Hilfen zu gewähren.
Durch die Teilnehmende Beobachtung wird es möglich, den Prozess der Konduktiven Förderung auf die individuellen Besonderheiten der bewegungsgestörten Menschen zuzuschneiden. Weber hebt die "Möglichkeit der sofortigen Rückkoppelung " durch die Konduktive Förderung hervor: "Dadurch können im gegebenen Augenblick optimale Bedingungen für die erfolgreiche Lösung einzelner Aufgaben garantiert werden. Dadurch wird die konduktive Beobachtung operativ. Die Beobachtung ist auf die gesamte Persönlichkeit gerichtet, auf jede ihrer Offenbarungen." (Weber 1998a, 116).
Teilnehmende Beobachtung verhindert, dass ein vorgegebenes Programm die Initiative, Kreativität und Autonomie des Einzelnen unterdrückt. Sie sorgt dafür, dass nur soviel Hilfe wie nötig gewährt wird. Sie stimuliert und belohnt Aktivität und verstärkt eigenständige Problemlösungen im Sinne der Orthofunktion.
Durch Teilnehmende Beobachtung können die Herausforderungen optimal auf die jeweils erreichten Fähigkeiten abgestimmt werden. So wird die mit der Langeweile verbundene Unterforderung ebenso vermieden wie Unsicherheit und Angst durch Überforderung. Dieses Niveau der Aktivierung zwischen Unter- und Überforderung mit dem Ziel der Leistungssteigerung ist die psycho-physiologische Basis der Flow-Erfahrung. Und so dient die Teilnehmende Beobachtung auch der individuellen Feinabstimmung des Flow-Erlebens im Prozess der Konduktiven Förderung.
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