Unter dem Begriff Fazilitation werden alle Hilfen zusammengefasst, die in der Konduktiven Förderung eingesetzt werden. Ziel dieser Hilfen ist natürlich die orthofunktionelle Spontaneität. Daraus ergibt sich das klare Prinzip: "Soviel Hilfe wie nötig, so wenig Hilfe wie möglich". Hilfen und Hilfsmittel, mit denen die Aktivität der Betroffenen unterdrückt oder ersetzt wird, werden grundsätzlich nicht gewährt oder eingesetzt.

Die Konduktive Förderung zeichnet sich gegenüber anderen Methoden zur Behandlung Bewegungsgestörter auch dadurch aus, dass die technischen Hilfen nicht als Selbstzweck gesehen werden, sondern als Mittel zum Zweck der Orthofunktion, also der (weitgehenden) Unabhängigkeit von diesen Hilfen.

Unter dem Begriff Fazilitation werden alle Hilfen zusammengefasst, die in der Konduktiven Förderung eingesetzt werden. Ziel dieser Hilfen ist natürlich die orthofunktionelle Spontaneität. Daraus ergibt sich das klare Prinzip: "Soviel Hilfe wie nötig, so wenig Hilfe wie möglich". Hilfen und Hilfsmittel, mit denen die Aktivität der Betroffenen unterdrückt oder ersetzt wird, werden grundsätzlich nicht gewährt oder eingesetzt.

Zu den Fazilitationen zählen u. a. (Vgl. Fink, 1998):

  • Technische Hilfsmittel wie zum Beispiel die Petö-Möbel (Stühle mit leiterförmiger Rückenlehne, Pritschen, Fußschemel, Gehbarren, Sprossenwände u. ä.), Hula-Hoop-Reifen, Holzstäbe, zweihenkelige Tassen;
  • orthopädische Hilfsmittel (Schienen, Ein-, Zwei- und Dreipunktstöcke u. ä.)
  • Lern- und Anschauungsmaterial (Bälle, motivierendes Spielzeug, Musikinstrumente, Tierdarstellungen u. ä.;
  • Rhythmisches Intendieren;
  • Gruppendynamik;
  • Physiologische Unterstützung.

Entscheidend ist, dass diese Fazilitationen durch Teilnehmende Beobachtung auf den individuellen Entwicklungsprozess abgestimmt werden und den Fortschritt des Einzelnen systematisch begleiten und unterstützen.

Nur durch Teilnehmende Beobachtung kann das notwendige Maß der Fazilitation richtig eingeschätzt werden. "Indem die Stärken der Fazilitation in ihrer individuellen Anpassung liegen, die jeden versorgenden Charakter vermeidet, liegt ihr auch ein emanzipatorischer Gedanke für Menschen mit Behinderungen zugrunde, der in dem Ziel der größtmöglichen Unabhängigkeit von Personen und Hilfsmitteln Ausdruck findet." (Fink 1998, 66)

Wesentlich ist, dass die Hilfsmittel nicht Passivität fördern, sondern Aktivität ermöglichen bzw. verstärken.

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Inhalt

Inhaltsverzeichnis Petö

Grundideen der Konduktiven Förderung
András Petö
Zielgruppen der Konduktiven Förderung
Ziele der Konduktiven Förderung

Zentrale Methoden der Konduktiven Förderung Die Konduktorinnen
Pädagogik und Medizin
Erfolgskontrollen
Fazit
Literatur
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